Veggie Day (11.08.2013)

„Um den Fleischkonsum zu verringern, wollen die Grünen nach der Wahl einen „Veggie Day“ einführen. Einmal in der Woche soll in deutschen Kantinen ausschließlich vegetarisch und vegan gekocht werden.“ So u.a. die FAZ am 05.08.2013. Was soll man davon halten?

Jedenfalls gab es einen heftigen Gegenwind in der Öffentlichkeit gegen diese Forderung. Laut einer Umfrage würden 36 % der Deutschen dies für akzeptabel halten, 61 % lehnen den Vorschlag ab, so gem. einem Artikel in der Welt vom 11.08.2013.

Begründet wurde dies damit, dass weniger Fleisch zu essen gut für die Gesundheit und die Umwelt sei, insbesondere den Tier- und Klimaschutz. Und Frau Göring-Eckardt äußert sich dahin, dass es egal sei an welchem Tag es kein Fleisch geben würde.

Der heftige Gegenwind hat aber wohl doch überrascht, so dass nun nachgeschoben wurde, mit entsprechender medialer Unterstützung, z.B. heute bei Spiegel-Online.

So meint Herr Trittin, ein fleischloser Tag könne dazu beitragen Fehlentwicklungen in der Nahrungsmittelproduktion zu bekämpfen. Weiter nennt er den Antibiotikaverbrauch in der Tierhaltung, es gebe Tierärzte, die ihr Einkommen damit erzielten, indem sie möglichst viele Antibiotika verschrieben. Es sei dringend notwendig, das Tierarzneigesetz zu ändern, um den Drogenhandel im Stall unterbinden. Und natürlich wolle man den Menschen nicht vorschreiben wie viel Fleisch sie essen sollen.

Aber er sagt in einem Interview mit der Welt von heute auch: „Es schärft das Bewusstsein und erweitert die Speisekarte, wenn wir in öffentlichen Kantinen einen Tag haben, an dem man sich fleischlos ernähren kann.“

Also doch ein verbindlicher Veggie-Tag, auch wenn Spiegel-Online versucht das Interview weich zu spülen. Ebenso schön, dass Spiegel-Online davon spricht die Grünen hätten damit eine Debatte angestoßen.

Als ob es diese Debatte nicht seit Jahren gäbe. Und als ob diese Debatte damit befördert würde, dass man einen fleischlosen Tag einführt. Als ob die Menschen am fleischlosen Tag in der Kantine über die Verwendung von Antibiotika in Ställen nachdenken würden.

Natürlich muss die Verwendung von Antibiotika in den Ställen drastisch reduziert werden. Aber was hat dies damit zu tun, dass man den Menschen einen fleischlosen Tag vorschreibt. Viel wichtiger wäre Aufklärung wie Lebensmittel tatsächlich produziert werden, was alles drin ist. Aber dies wäre natürlich deutlich schwieriger als Verbote und Gebote auszusprechen und Tierärzte unter einen Generalverdacht zu stellen.

Nein, es geht hier darum, dass eine Weltanschauung durchgesetzt werden soll, und zwar nicht durch den Versuch die Menschen zu überzeugen, sondern mittels Verboten und Geboten.

Die Menschen sollen nicht mehr selbst entscheiden dürfen, sondern sie sollen das tun was das grüne Politbüro für richtig hält.

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