Klimawandel, eine erste Annäherung (01.09.2013)

„Und sie erwärmt sich doch“ lautet der Titel einer neueren Broschüre des Umweltbundesamtes. Ich kann nicht beurteilen, ob das Umweltbundesamt schlussendlich richtig liegt mit seinen Thesen zum Klimawandel oder diejenigen, die diese Thesen für unrichtig halten.

Mir fällt aber auf, dass das Umweltbundesamt den Andersdenkenden von vornherein jede Kompetenz abspricht. Es nennt diese Personen „Klimaskeptiker“ in Anführungszeichen und fachfremd. Die Broschüre kommt in einem missionarischen Ton daher, um gleichzeitig solches den Andersdenkenden vorzuwerfen. Die Medien würden unrichtigerweise davon sprechen, dass es gegensätzliche Auffassungen in der Wissenschaft gebe. Diese sei sich vielmehr über die Ursachen der Klimaerwärmung einig.

Ich habe schon ein Problem mit der Grundvoraussetzung, der Klimaerwärmung als solcher. In der These 3, in der dies belegt werden soll, beschäftigt sich das Umweltbundesamt lediglich mit der Entwicklung seit dem Jahr 1900. Und es bezieht sich besondere auf die die Dekaden seit den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts.

In der These 9 beschäftigt es sich mit der Frage, ob die Erwärmung seit 1998 zum Stillstand gekommen sei. 1998 war das wärmste Jahr seit es Aufzeichnungen gibt. Erklärt wird dies vor allem mit dem Wechsel im Pazifik zwischen den sog. El Nino und La Nina-Jahren. El Nino ist vereinfacht ausgedrückt, eine Warmphase und La Nina eine Kaltphase der Oberflächentemperatur des Pazifiks.

Die sog. Hockeyschlägerkurve wird erst erwähnt, als es um die Widerlegung der Argumente der Andersdenkenden geht (Ziff. 2.3.1 im Teil B). Es fällt auf, dass diese mit dem Jahre 1000 beginnt. Sie zeigt bis ins Jahr 1850 einen leicht abnehmenden Temperaturtrend um danach, insbesondere im 20. Jahrhundert stark anzusteigen.

Diese Kurve selbst wird von den Andersdenkenden stark kritisiert. Ich will zu den Methoden, wie diese Kurve entstand und ob es statistische Methodenfehler gab, keine Stellung nehmen, weil mir dazu die Kompetenz fehlt. Wer will kann die Ansätze mit zahlreichen weiteren Verweisungen in dem Link zu Wikipedia nachlesen und sich selber ein Bild machen.

Mir fällt aber der Beginn der Kurve auf. Gehen wir in der Geschichte doch noch einige Zeit zurück, sagen wir mal bis zur Zeit des Römischen Reiches. Die Alpenpässe waren damals passierbar und in England wurde Wein angebaut. Und wie konnte Hannibal seine Elefanten über die Alpen nach Rom bringen?

Es gibt Ergebnisse, die sagen, dass sich das Klima seit der Zeit der Römer abgekühlt hat. Zur Zeit der Römer war es in Europa wohl wärmer als heute.

Und gehen wir noch etwas weiter zurück. Vor der Zeit des Römischen Reiches war es bereits kalt gewesen, nachdem es in der Zeit von ca. 7.000 bis 4.000 vor Christus eine heftige Warmzeit gegeben hatte.

Die an diesen Studien beteiligten Wissenschaftler finden keine Erwähnung in der Broschüre des Umweltamtes und auch nicht deren klimahistorischen Feststellungen.

Was will ich damit sagen? Das Umweltbundesamt verbreitet einen historisch verengten Blickwinkel und es beschäftigt sich nur mit Kritikern, die auf den ersten Blick leicht in eine Ecke gestellt werden können.

Würde es sich mit der langfristigen Historie des Klimas befassen, so würde die Hockeyschlägerkurve in einem ganz anderen Kontext stehen und eine ganz andere Aussagekraft haben. Jetzt würde natürlich eingewandt, dass es in den vergangenen 11.000 Jahren keinen so starken Temperatursprung gegeben habe wie in den letzten 150 Jahren.

Aber ob dies stimmt ist ebenfalls nicht sicher. Die zeitliche Genauigkeit der Kurve liegt bei durchschnittlich 120 Jahren. Nur in den vergangenen Jahrzehnten gibt es auf den Tag genaue Aufzeichnungen. Die meisten Daten stammen im übrigen vom Meeresgrund. Doch Klimadaten aus dem Ozean zeigen üblicherweise geringere Ausschläge nach warm und kalt als Daten vom Land. Die Temperatur könnte in Wirklichkeit also mehr Sprünge gemacht haben. Es wird weiterer Studien bedürfen

Jedenfalls scheint mir die Lage nicht so zu sein, dass sich hiermit Belastungen der Bürger in Milliardenhöhe und Beschränkungen von deren Freiheit mit dem Klimawandel rechtfertigen lassen.

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